Zwick präsentiert neue Optionen zum Video-Längenänderungsmesser videoXtens. In der Grundausführung des Aufnehmers bestimmt dieser berührungslos und hochauflösend Zug- und Druckverformungen an allen Arten von Kunststoffen, Metallen, Gummi, Verbundstoffen und Folien. Er kann gleichzeitig Längs- und Querdehnungen messen und ist daher sehr gut geeignet für Messungen von r +n-Werten nach ISO 10113 und ISO 10275.
Insbesondere bei Prüfungen, bei denen ein peitschenartiges Verhalten bei Probenbruch Beschädigungen verursachen könnte, z.B. bei Sicherheitsgurten oder Stahlseilen zeigt der Aufnehmer seine Stärken.
Das Anwendungsgebiet des videoXtens wird durch die neuen Optionen maßgeblich erweitert. So verfügt der videoXtens der nächsten Generation über die Möglichkeit, gleichzeitig zwei digitale Kameras anzusteuern und die Bilddaten Online auszuwerten. Dadurch kann einerseits eine hohe Auflösung im Anfangsbereich des Versuches realisiert werden und dann ruckfrei auf eine zweite Kamera mit größerem Gesichtsfeld umgeschaltet werden, um andererseits mit dem Aufnehmer bis zum Bruch messen zu können. D.h. der Aufnehmer verfügt über einen Feinbereich und einen Grobbereich.
Mit der neuen Möglichkeit bis zu 11 Messmarken auszuwerten, können lokale Dehnungen am Prüfling bestimmt werden und Online in testXpert® II angezeigt und ausgewertet werden. Dies findet vor allem Anwendung in der Forschung und Entwicklung, um z.B. die Ergebnisse einer Simulation mit den Ergebnissen aus einem Zugversuch zu verifizieren.
Ferner wurde das Zubehör an Beleuchtungsmöglichkeiten um eine Infrarot LED Beleuchtung erweitert, die bei kritischen Aufstellbedingungen die Störeinflüsse von Fremdlicht deutlich reduzieren und gleichzeitig sehr bedienerfreundlich im nicht sichtbaren Bereich arbeitet. Dadurch werden Beeinträchtigungen des Bedieners durch eine flackernde LED Beleuchtung vermieden.
Die Zwick Prüfsoftware testXpert® II steuert, synchronisiert und bearbeitet die Daten in Echtzeit. Auch Prüfungen in einer Temperierkammer sind möglich. In diesem Fall bleibt der Längenänderungsaufnehmer bei Raumtemperatur und misst durch die Glasscheibe der Temperierkammer. So wird Probenkontakt vermieden, die Genauigkeit der Prüfergebnisse erhöht und das Prüfverfahren vereinfacht.